+++ Breitbandausbau in Zetel +++
 +++ Die Firma Deutsche Glasfaser wirbt offensiv +++ 
+++ Infomobil ab dem 5.7. auf dem Marktplatz in Zetel +++


Wir werden nicht vorankommen, wenn wir im Vorfeld Dinge zerreden, statt diese einfach ohne Risiko zu versuchen. 



Aktuell laufen Mitarbeiter der Firma Deutsche Glasfaser durch Zetel und versuchen Interessierte für einen Breitbandausbau zu finden.

Diese Methode scheint insbesondere aufgrund der Pandemie für fragwürdig und schreckt viele ab. Auf der anderen Seite wünschen wir uns doch den direkten Dialog.

Ich habe über die Deutsche Glasfaser etwas recherchiert und Telefonate geführt.

Die Bewertungen im Internet sind bisher nicht positiv; das ist nicht von der Hand zu weisen. Als ich mir die Kommentare durchgelesen habe, kam jedoch schnell heraus, dass die Beschwerden überwiegend beinhalten, dass der Vorvertrag nicht umgesetzt werden kann. Das kann uns auch passieren; ist für mich jedoch kein Grund, die Firma schlecht zu bewerten.

Die Firma sagt hierzu:

"Wenn man uns googelt, kommen 100 negative Kommentare raus", Man müsse die Zahl aber im Verhältnis sehen: Die Deutsche Glasfaser habe eine Million Haushalte bereits angeschlossen, weitere 1,6 Millionen seien derzeit in Vorbereitung. Solche Kritik im Internet "passiert jedem", auch anderen Mitbewerbern.

Es stimmt: Zu den Bewertungen im Internet und der in einem anderen Thread zitierten Berwertungsseite "Trustpilot" sei gesagt:

Ja, Deutsche Glasfaser kommt hier "nur" auf eine Note 1,7. Das ist mangelhaft. Noch mangelhafter sind aber Telekom (1,6) UND die EWE (1,3) (danke dir, Tim Hollje )

Es liegt in der Natur des Menschen, eher negative Bewertungen zu verfassen als Positives hervorzuheben. Daher sind diese Bewertungen für mich nicht mehr als ein kleiner Anhaltspunkt.

Die Firma wurde 2011 gegründet, hat 2017 64 Millionen Euro Umsatz gemacht, ihren Sitz in Borken/NRW und 1.100 Leute beschäftigt. In meinen Augen reicht das aus, um als seriös eingestuft zu werden.

Weiter hat die Deutsche Glasfaser zu Beginn der Werbeaktion eine Genehmigung der Gemeinde eingeholt. 

Da die Tür-zu-Tür-Werbung nicht für jeden gemacht ist und man durchaus Bauchschmerzen haben kann, Fremde in sein Haus zu lassen, wird die Firma zeitnah ein Infomobil auf dem Marktplatz aufstellen, wo die Fragen der Bürgerinnen und Bürger an drei Tagen in der Woche beantwortet werden. Diese steht dort ab dem 5.7.2021 jeweils Montag und Mittwoch von 10-18 Uhr und Samstags von 10-14 Uhr.

Zudem hat in der letzten Woche eine Informationsveranstaltung über Zoom stattgefunden, die nach Aussage der Firma gering besucht war.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich bisher berichten, dass der Mitarbeiter sich einwandfrei vorgestellt und ausgewiesen hat. Als ich ihm sagte, dass er denkbar ungünstig kommt, würde ein neuer Termin vereinbart. 

Meines Wissens nach wird es ohne Fördergelder in naher Zukunft keinen weiteren Breitbandausbau durch andere Firmen geben. Daher sehe ich das aktuell als Chance, frühzeitig zukunftsfähiges Internet zu beziehen und so die Gemeinde zukunftsorientiert aufzustellen.

Um eines noch klarzustellen. Ich habe überhaupt keinen finanziellen Vorteil. Wovon ich jedoch etwas hätte, und da wäre ich nicht alleine, von einem schnellen Internet:)

Wer zu den ersten zählt, die einen Glasfaseranschluss buchen, zahlt nichts dafür, wer sich erst dafür entscheidet, wenn das Netz bereits in Betrieb ist, zahlt 750 Euro. Auf Internet, Telefonie und Fernsehen beschränkt sich das Angebot, beginnend bei 300 Megabit die Sekunde. Im ersten Jahr kostet es pauschal knapp 25 Euro den Monat, im zweiten Jahr klettern die Preise je nach Leistung auf 45,99 bis 89,99 € monatlich (das entscheidet jeder selbst). Zwei Jahre lang ist die Deutsche Glasfaser "Monopolist", Besitzer und Betreiber in einem, danach steht ihr Netz allen Anbietern offen.

Meine Idee wäre: wir hören uns an, was die Firma zu sagen hat und entscheiden dann, ob wir das gut finden oder nicht.
 

Möglichkeiten der Informationseinholung gibt es genug.

Und wenn keine 40 Prozent überzeugt werden können, wurde sich mehrheitlich gegen den Glasfasernetzausbau durch diese Firma entscheiden.